Auf einer E-Sport-Messe konkurriert der Messestand mit einer Arena, in der Tausende Menschen ein Match verfolgen. Die Besucher kommen wegen der Matches und Autogramme und landen erst danach in der Halle mit der Hardware. Messefotografie auf so einer Veranstaltung muss beides zeigen, denn der Aussteller bezahlt für seine Präsenz an beiden Orten.
Vom 9. bis 11. Februar 2024 habe ich die IEM Katowice 2024 für die Agentur fotografiert, die den Messestand von Intel betreut hat. Drei Tage in der Expo-Halle und in der Spodek-Arena, von der Türöffnung bis zum Finale. Der Kunde hat über 1.000 Fotos bekommen.





Expo-Halle: Warteschlangen, Autogramme und Messestände
Die erste Stunde der Messe sieht in jeder Ausgabe ähnlich aus. Eine Schlange an den Gaming-Stationen, Gewinnspiele auf den Bühnen der Aussteller, Spieler, die Trikots und Merchandise signieren. Bilder aus diesen Minuten eröffnen später jeden Tagesrückblick.
Signierende Spieler sind für den Aussteller ein Glücksmoment. Das Logo ist im Bild, und die Leute schauen auf den Spieler, nicht auf das Banner.
Arena im Spodek: Das Licht wechselt alle paar Minuten






Im Spodek arbeitet man ganz anders als in der Halle. Die Bühne leuchtet blau, kurz darauf rot, und die Pyrotechnik lässt zwei Sekunden für ein Bild. Weite Aufnahmen von den Tribünen zeigen die Größe. Enge Ausschnitte von der Treppe und aus dem Tunnel zeigen den Weg der Spieler auf die Bühne.
Aktivitätszonen und Details, wegen derer Besucher kommen
Das meiste Material für Aussteller entsteht in Zonen, in denen Besucher etwas tun. Sie testen Laptops und Konsolen, setzen sich in Rennsimulatoren, schauen eine Übertaktungsshow mit flüssigem Stickstoff an. Ein Thermometer mit minus 122 Grad sagt über diese Show mehr als jede Beschreibung.













Zwischen den Stationen habe ich auch Details fotografiert: ein beleuchtetes Logo am Gehäuse, Controller auf einem Ständer, einen Drachen an einem gemoddeten PC-Gehäuse. Solche Bilder landen in den Social-Media-Kanälen der Marke, weil sie ohne Bildunterschrift funktionieren und im quadratischen Format gut aussehen.















Cosplayer sind ein eigenes Kapitel der Messe. Sie posieren gern, also reichen ein guter Hintergrund und ein Moment Aufmerksamkeit. Am besten wirken sie vor den Messeständen und den Rolltreppen, wo man sieht, dass es eine Messe ist und kein Studio.







Matches: Fans mit Bannern und Pyrotechnik










Auf den Tribünen habe ich nach Reaktionen gesucht: Banner, Hände in der Luft, Jubel nach einem Spielzug. Bei Fans achte ich auf eine Sache. Im Portfolio bleiben nur Bilder, auf denen der Mensch gut aussieht und Namensschilder und Daten auf Ausweisen nicht lesbar sind.
Sonntag: der letzte Tag in der Halle und das Finale
Am dritten Tag hat die Halle einen anderen Rhythmus. Die Besucher wissen schon, wo was ist, und bleiben länger bei den Modding-Shows und in den Gaming-Zonen. Ein guter Moment für Bilder von der Bewegung im Foyer und von den Wegweisern, die den Aufbau der ganzen Messe zeigen.

















Am Abend das Finale im Spodek: die Treppe mit den Namen früherer Champions, der Tunnel, der Einlauf der Teams auf die Bühne, Feuer, Konfetti und der Pokal in den Händen der Sieger. Dieser Teil dauert gut zehn Minuten, nimmt im Messerückblick aber oft den meisten Platz ein.

















Was ein Aussteller von dieser Messefotografie hat
Aus drei Tagen entsteht Material für mehrere Zwecke zugleich: Social-Media-Berichte während der Messe, ein Rückblick für Partner und Fotos für den Verkauf der Standfläche für die nächste Ausgabe. Ein Jahr später, auf der IEM Katowice 2025, habe ich bereits für eine bestimmte Marke fotografiert. Mehr dazu im Beitrag von der IEM Katowice 2025.
Sie stellen auf einer Messe aus und brauchen Fotos von Ihrem Stand und von allem, was um ihn herum passiert? Sehen Sie sich mein Angebot für Messefotografie an oder schreiben Sie mir Datum, Ort und die ungefähren Uhrzeiten.


